NABU Gruppe Fellbach
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Das Schwalbenjahr in Fellbach - eine Bilanz

NABU zieht Bilanz der Saison – erfreulicher Zuwachs bei Schwalben

- Die ersten Vögel haben Fellbach schon verlassen -

 

Fellbach, im August 2014

Der typische Klang des Sommers in der Stadt ist mittlerweile verklungen. Das schrille „Srii-Srii“, mit dem die Mauersegler um die Häuser kreisen, ist schon seit Anfang August nicht mehr zu hören. Der Grund: Sie haben Süddeutschland bereits mehrheitlich verlassen und sind auf dem Weg in ihren Winterlebensraum. Und wer aufmerksam die Schwalben beobachtet, wird erkennen, dass auch bei den diesen Vögeln sich der Sommer dem Ende neigt. Der Abzug in den Süden steht in den nächsten Tagen bevor. Sie sammeln sich bereits in größeren Trupps bestehend aus den Eltern und ihren diesjährigen Jungvögeln und ziehen gemeinsam ihre Bahnen über den Dächern der Stadt und den umgebenden Feldern.


In diesem Jahr ging es erfreulicherweise zum ersten Mal wieder ein wenig bergauf mit der Schwalbenpopulation in Fellbach wie der Naturschutzbund (NABU) bei seinen Zählungen festgestellt hat. Claudia Rohde, die sich um das Schwalbenprojekt beim NABU kümmert, hat alle Vorkommen abgesucht. Sie hat mehr besetzte Nester gefunden als noch in den Jahren zuvor. „Wir haben einen kleinen Zuwachs von etwa 20 Prozent“, freut sie sich. Zurückzuführen ist der Erfolg vor allem auf die verstärkten Aktivitäten des Naturschutzbundes zum Schutz der Schwalben.


So hat der Verein beispielsweise vor zwei Jahren Nisthilfen für Rauchschwalben in den Ställen des Reit- und Fahrvereins Fellbach installiert, nachdem dort eine Zeit lang gar keine Schwalben mehr gesichtet wurden. Mittlerweile sind dort fast zehn Nester wieder besetzt und die flinken Flieger sausen wieder durch die Stallungen. Überall in der Gesamtstadt gibt es in den wenigen verbliebenen Tierhaltungen noch wenigstens einige Paare Rauchschwalben. Ihr Bestand scheint also relativ gesichert.

 

Mehlschwalbe-01-MEick


Etwas kritischer sieht es bei den Mehlschwalben aus. Diese Schwalbenart, die bevorzugt in Ortsmitte an Häusern brütet, führt einen aussichtslos scheinenden Kampf gegen die Zerstörung ihrer Nester. Das früher häufig festgestellte Zerstören der Schwalbennester, das im Übrigen auch außerhalb der Brutzeit verboten ist, sei in letzter Zeit nicht mehr vorgekommen, gibt der NABU bekannt. Für Claudia Rohde ist klar: „Viele Leute freuen sich doch, wenn die Schwalben wiederkommen. Sie sind ja so etwas wie Glücksbringer.“ Dennoch sei es relativ schwer, neue Häuser für Nisthilfen dazuzugewinnen. Deshalb will man beim NABU zunächst die bestehenden Kolonien unterstützen und ausbauen. „Mehlschwalben brüten gerne in enger Nachbarschaft zueinander“, erklärt Michael Eick, Ornithologe beim NABU Fellbach. „Das ermöglicht es uns, gleich mehrere Kunstnester nebeneinander anzubringen. Wir können den Bestand damit sehr effektiv stützen.“ So hat der NABU in diesem Jahr über 20 neue Nester in der Nähe bestehender Brutplätze montiert. Fast alle dieser Nistkästen seien bereits angenommen worden, kann Claudia Rohde erfreut berichten. „Damit haben wir vor allem den Mehlschwalben in Schmiden und Oeffingen helfen können. Hier konnten wir die Zahl der belegten Nester von 33 auf 41 steigern.“ Das sei nach einigen Jahren negativer Entwicklung nun endlich eine Trendwende. In Alt-Fellbach sei die Lage allerdings noch deutlich kritischer. Doch auch für diesen Stadtteil plant der NABU die Stützung der vorhandenen Standorte.


Mittelfristig soll die Fellbacher Population von nunmehr etwa 50 Brutpaaren auf das Doppelte stabilisiert werden. Langfristig soll eine vitaler Bestand von 250-300 Brutpaaren aufgebaut werden. „So weit sind wir gar nicht von unserem ersten Etappenziel entfernt,“ meinen die Naturschützer, „eine Verdopplung der aktuellen Zahlen ist relativ schnell möglich. Das wissen wir auch von anderen NABU Gruppen, die solche Projekte umgesetzt haben.“ Ob es dem NABU gelingt, die 300er Marke zu knacken, werde man dann in einigen Jahren sehen. „Wenn wir einige der im Stadtgebiet verteilten Trafohäuschen in das Konzept einbeziehen und mit Nisthilfen ausstatten können, dürfte dieses Ziel erreichbar werden.“ Erste Gespräche mit den Fellbacher Stadtwerken habe man schon geführt. Allerdings müssten noch einige technische und finanzielle Fragen geklärt werden, bevor man an die Umsetzung gehen könne.

 

Mehlschwalbe-02-MEick


Das ganze Schwalben-Projekt sei jedoch mit einer Menge Arbeit verbunden – vor allem Überzeugungsarbeit, damit weitere Hausbesitzer sich bereit erklären, Nester am Haus anbringen zu lassen. Eine Arbeit, die die Ehrenamtlichen des NABU in den nächsten Monaten und Jahren nun angehen werden.

Hintergrund:
Wer an seinem Haus etwas für Mehlschwalben tun möchte oder gerne Rauchschwalben im Stall hat, kann sich gerne an den NABU Fellbach wenden: Kontaktformular. Der NABU stellt zurzeit noch Nistkästen kostenlos zur Verfügung und bringt diese fachgerecht an. Auf Wunsch können die Nisthilfen auch in Kombination mit Kotbrettern montiert werden, damit keine Hinterlassenschaften der Vögel herunterfallen. Spenden für das Projekt werden gerne entgegengenommen unter der Kontonummer 2044019 bei der Kreissparkasse Waiblingen, BLZ 602 500 10. bzw. unter IBAN: DE93 6025 0010 0002 0440 19 BIC: SOLADES1WBN.
 

 

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