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"Der Habicht ist der perfekte Greif"

Uwe Thieme berichtete beim NABU Fellbach vor vollem Haus

Die Augen funkeln bei Uwe Thieme, wenn er über seinen Lieblingsgreifvogel spricht. Nur sind seine blau und nicht so leuchtend orange wie bei einem ausgewachsenen Habicht. "Mit diesen Augen sieht der Greif alles. Sein leistungsfähiges Gehirn berechnet in Sekundenbruchteilen Flugbahn und Geschwindigkeit der Beute und schon geht´s los." Wenn ein Habicht auf Jagd ist, geht alles rasend schnell. Er kommt wie ein grauer Pfeil aus der Deckung, holt sein Opfer in Windeseile ein und pflückt es regelrecht aus der Luft. Federn stieben auf und schon liegt die Beute am Boden. Über ihr kauert mit ausgebreiteten Flügeln der erfolgreiche Jäger und beginnt zu Kröpfen wie es in der Jägersprache heisst.

Jeder zweite Jagdversuch ist von Erfolg gekrönt. Bei erfahrenen Habichten liegt die Quote sogar noch höher, weiß Thieme aus eigener Erfahrung. Der Mann mit dem Brandenburger Akzent ist vor über 10 Jahren ins Remstal gezogen. Die Faszination für Greifvögel, die ihn schon seit Kindesbeinen an gepackt hat, hat er hierher mitgebracht. In einer bis auf den allerletzten Platz gefüllten Hönle-Ranch, dem Infozentrum des NABU Fellbach berichtete er über seine Leidenschaft, die Falknerei und den Habicht, der für ihn schlichtweg der „perfekte Greifvogel“ ist.

 

Als junger Mann hat Thieme noch zu DDR-Zeiten die Kunst der Falknerei erlernen dürfen, ein besonderes Privileg, aber auch eine besonders schwierige Aufgabe. "Einen Junghabicht großzuziehen, ist manchmal kein Spaß", berichtet er, "die kleinen Biester haben ständig Hunger und machen ein Geschrei, dass man beinah taub wird." Vor allem, wenn man einen Junghabicht zu früh auf den Menschen präge, beginnt dieser bei jeDoch wenn man es einmal geschafft habe, einen Habicht auf sich zu prägen, ihn auf Beute abzurichten und mit ihm zur Jagd zu gehen, dann sei dies ein ganz besonderes Gefühl. Wichtig sei dabei nicht, dass man Beute nach Hause schleppt, es geht in erster Linie nicht um Trophäen oder Wildbret. Das Reizvolle an der Beizjagd sei hautnah mit dabei zu sein, wenn ein Greifvogel das tut, wozu er geboren wurde: zu jagen. Während solche Situation nur selten und mit viel Glück in freier Natur zu beobachten sind, sei man als Falkner eben sogar Teil des Geschehens.

Ab und zu ist Thieme Gast auf einer Beizjagd bei Freunden und wird dann immer wieder gefragt, warum er denn keinen eigenen Jagdgreif mitbringe. „Wenn man voll berufstätig ist, hat man einfach nicht genug Zeit, um sich mit dem Tier so zu beschäftigen wie es nötig wäre.“  Heute hält Thieme seit einigen Jahren keinen eigenen Habicht mehr, vor allem wegen des hohen Aufwands. Auch wenn er von seinen Jagdkollegen deswegen manchmal schräg angesehen wird. Für Thieme ist das nicht so schlimm. Er engagiert sich in seiner Freizeit für den Schutz und Erhalt der wilden Greifvögel und Falken, für den Habicht, den Sperber oder auch den Wanderfalken. Mit Feldstecher und viel Erfahrung ausgestattet, kann er sich im NABU einbringen und ist hier für sein tatkräftigen Einsatz sehr geschätzt. „Es ist gut, dass die Greifvögel bei den Menschen heutzutage Bewunderung wecken und keinen Hass oder Konkurrenzangst wie noch vor hundert Jahren“, meint Falkner Thieme hoffnungsvoll. „Wenn ich dazu beitragen kann, dass Habicht & Co ihren Platz in der Natur einnehmen dürfen, so wie die Natur das vorgesehen hat, dann bin ich schon glücklich.“ Mit seinem Vortrag hat er jedenfalls dazu einen wichtigen Beitrag geleistet. Der NABU Fellbach dankt Uwe Thieme für seinen schönen Vortragsvormittag!
 

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